Borreliose - Gefahr durch Zecken.
Vorbeugen durch Impfung. Was ist Zecken-Borreliose?
Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion.
Erreger der Zecken-Borreliose sind winzige Bakterien, die wie
Korkenzieher aussehen. Hauptüberträger ist die in Deutschland weit
verbreitete Zecke "Holzbock".
Die
Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt
hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenig markante Symptome, wie sie
im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten: Mattigkeit,
Appetitlosigkeit, Fieber. Die dann einsetzenden Gelenksentzündungen
lassen schon eher einen Verdacht auf Borreliose aufkommen. Meist sind
verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den
Vorder- und Hinterläufen (Bild). Aufgrund der sehr
schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach
dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz,
Nieren und andere Organe geschädigt werden. Die Behandlung der
Borreliose ist zwar möglich, doch sehr langwierig.
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Wann und wo besteht Infektions-Gefahr?Das
Risiko einer Ansteckung herrscht praktisch überall, wo Zecken sind.
Mancherorts trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich. Der Holzbock
lauert besonders in Laub- und Mischwäldern,
an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, in
buschreichen Gegenden, aber auch in städtischen Parks und naturnahen
Hausgärten. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst.
Gefährdet sind alle Hunde, die sich in zeckenreichen Gebieten aufhalten. Nach dem Schlupf aus dem Ei entwickelt sich die Zecke über Larven und
Nymphen zum erwachsenen Parasiten. Jedes Stadium benötigt zur
Weiterentwicklung eine Blutmahlzeit. Zeckenlarven und Nymphen holen sich diese bevorzugt bei Wald- und Wühlmäusen, welche als Reservoir für die Borrelien-Bakterien dienen und selbst nicht erkranken. Auf diese Weise nimmt die Zecke schon früh die Erreger in sich auf.
Hat sich die infizierte Zecke beim Hundangesaugt, wandern die Borrelien-Erreger in die Speicheldrüse des
Parasiten ein. Beim Saugen injiziert die Zecke ihren Speichel in die
Haut des Wirtes und infiziert ihn so mit den Borrelien-Bakterien. Je
länger die Zecke saugt, um so größer ist das Infektionsrisiko.
Da jetzt eine Schutzimpfung in Deutschland möglich ist, kann einer Erkrankung Ihres Hundes vorgebeugt werden.
 Das Impfverfahren gegen Zecken-BorrelioseGeimpft werden können sowohl erwachsene Hunde - einschließlich trächtiger Hündinnen - als auch Welpen (ab 12. Lebenswoche). ErstimpfungUm einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, muß Ihr Hund zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden. Der optimale Impfzeitpunktliegt
in der kalten Jahreszeit (von Oktober bis Februar). Dadurch wird
rechtzeitig vor dem Aktivwerden der Zecken ein Impfschutz aufgebaut.
Ein Impfbeginn ist aber das ganze Jahr über jederzeit möglich und
sinnvoll. WiederholungsimpfungenZur
Aufrechterhaltung des Impfschutzes muss Ihr Hund spätestens 1 Jahr nach
der Grundimmunisierung erneut geimpft werden. Weitere
Wiederholungsimpfungen sind ebenfalls in jährlichem Abstand fällig. Bei besonders hohem Infektionsrisiko, z.B. häufiger Aufenthalt in zeckenreichen Gebieten für
Zecken besonders "attraktiver" Hund Jagdgebrauchshund wird empfohlen,
den Impfschutz halbjährlich aufzufrischen (zusätzliche
Mittsommerimpfung). Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt! Bereitgestellt durch: Copyright by Merial
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