In den betreffenden Haushalten läuft die Urlaubsplanung oft anders ab als in solchen ohne Haustier. Entweder muss ein Ort gesucht werden, an dem der Hund für die Dauer des Urlaubs untergebracht werden kann oder es wird ein Urlaub mit Hund geplant. Letzteres kann durchaus ein besonderes Vergnügen sein. Wer an seinem Haustier hängt, lässt dieses schließlich auch im Urlaub nur ungern zu Hause. Zudem gibt es eine Reihe von Reisezielen, die sich für Hunde besonders anbieten. Diese werden nun kurz vorgestellt, um Hundehaltern Inspirationen für den nächsten Urlaub mit auf den Weg geben zu können.

Besonders hundefreundliche Länder

Grundsätzlich sollten vor jedem Urlaub mit Hund die Einreisebestimmungen im jeweiligen Land gut studiert werden, um nicht an der Grenze wieder abgewiesen zu werden. In der EU ist nach der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 zumindest ein Heimtierausweis mit bestimmten Einträgen über Impfungen etc. erforderlich. In der Regel ist es aber nicht weiter schwierig, diesen Anforderungen nachzukommen. Davon abgesehen gibt es einige Länder, die sich für einen Urlaub mit Hund besonders anbieten. 

  • Großbritannien: Die Briten gelten als hundefreundliche Menschen. Entsprechend finden Hundehalter und ihre Lieblinge hier oft ideale Bedingungen für einen gelungenen Urlaub vor. Für Cornwall existiert sogar ein spezieller Reiseführer für Hundebesitzer. In diesem sind besondere Veranstaltungen und Aktivitäten für Mensch und Hund sowie hundefreundliche Unterkünfte aufgeführt. Allerdings müssen die Vierbeiner vor allem in städtischen Gegenden beim Restaurant- oder Pubbesuch in der Regel vor der Tür bleiben.
  • Österreich: Österreich hat für deutsche Urlauber nicht nur den Vorteil, dass es nur eine kurze Wegstrecke entfernt ist, sondern auch, dass es ideale Gegenden für den Urlaub mit Hund bietet. Viel freie Natur zum Herumtollen garantiert, dass es Hundebesitzern und den Tieren selbst hier nicht langweilig wird. Allerding gibt es je nach Region unterschiedliche Vorschriften für den Umgang mit Hund – zum Beispiel eine Leinenpflicht.
  • Frankreich: Auch in Frankreich werden Hunde im Regelfall in Urlaubsregionen willkommen geheißen. So gibt es hier sogar eine ganze Reihe von Hundestränden.  Vor allem die Normandie und die Bretagne bieten sich für den Urlaub mit Hund an. Ein großer Vorteil liegt darin, dass Hunde in Frankreich in vielen Fällen sogar mit ins Restaurant dürfen. An große Strände in Regionen wie Nizza dürfen sie zumindest während der Sommerzeit allerdings nicht. Allerdings ist der Sommer in manchen Regionen Frankreichs von Hundebesitzern ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Die hohen Temperaturen, die zu dieser Zeit zum Beispiel im Elsass herrschen, sind nicht für jeden Vierbeiner das Richtige.
  • Schweiz: Die Schweiz ist ein unkompliziertes Reiseland für Urlauber mit Hund, nicht nur weil diese Tiere bei der heimischen Bevölkerung recht beliebt sind. Eine generelle Leinenpflicht gibt es nicht. Sollte sie in einem Ort gelten, weisen spezielle Hinweisschilder daraufhin. Ins Restaurant dürfen die Vierbeiner in der Regel ebenfalls mit. Davon abgesehen bietet die Schweiz viele ländliche Regionen, die ideal für Hunde sind – und noch dazu attraktive Reiseziele. Zu beachten ist, dass es in der Schweiz als Selbstverständlichkeit angesehen wird, dass Hundebesitzer den Hundekot ihres Tieres entfernen. Dafür sind an vielen Orten spezielle Behälter mit Plastiktüten – sogenannte „Robidogs“ verfügbar.
  • Holland: Wer in Holland an den Strand möchte, kann seinen Hund in vielen Fällen mitnehmen – zumindest angeleint. Dies gilt vor allem für den Süden. Andernorts gelten teilweise Beschränkungen für die Hauptsaison. Es lohnt sich deshalb, sich vor dem Urlaub dahingehend zu informieren. In einer Umfrage unter 500 Hundehaltern des Vereins Tasso e.V. wurde Holland neben Frankreich als besonders hundefreundlich bezeichnet.

Flugreisen mit einem Hund – was ist zu beachten?

Wer mit Flugzeug verreisen und seinen Hund mitnehmen möchte, sollte sich unbedingt frühzeitig über diesbezügliche Richtlinien informieren. Denn nicht immer ist dies überhaupt möglich. Das hängt von der betreffenden Airline ab, kann aber auf Portalen wie lastminute.de abgefragt werden. Auch darf eine bestimmte Anzahl von Hunden pro Flug nicht überschritten werden. Ebenso sind oftmals Hunde und Katzen auf einem Flug nicht erlaubt. Davon abgesehen gelten in vielen Fällen die folgenden Vorschriften:

  • Mit in die Kabine dürfen nur kleine Hunde. Diese dürfen nicht mehr wiegen als 5 Kilogramm und müssen außerdem in einer speziellen Box untergebracht sein, die den zulässigen Maßen für Handgepäck entspricht. Wo diese Box untergebracht werden muss, unterscheidet sich, meistens muss sie jedoch unter den Sitz des jeweiligen Vordermanns gestellt werden.
  • Hunde, die nicht mit in die Kabine genommen werden können, werden im Frachtraum transportiert. Auch sie müssen in einer speziellen Box untergebracht sein. Diese darf kein Stroh oder Heu enthalten – Textilien oder Holzwolle sind jedoch erlaubt.

Wichtig: Auch für Hunde muss oftmals ein Ticket gelöst werden – außer diese gehen als Handgepäck durch. Wie teuer dieses ist, hängt von der betreffenden Airline ab. Manchmal ist die Anschaffung einer geeigneten Transportbox im Zoohandel allerdings teurer als das Ticket selbst. Für Blindenhunde müssen keine Kosten entrichtet werden.

Wenn irgend möglich sollten Flugreisen mit Hund vermieden werden. Denn dies bedeutet für die Tiere im Regelfall viel Stress. Deshalb kann es auch notwendig werden, einem Hund ein geeignetes Beruhigungsmittel zu verabreichen, damit dieser die Strapazen gut übersteht. Hilfreich ist es auch, das Tier vorab systematisch an den Aufenthalt in der Transportbox zu gewöhnen.

Hundebesitzer müssen auch im Urlaub nicht auf ihren geliebten Vierbeiner verzichten. Es gibt eine ganze Reihe von hundefreundlichen Reiseländern, die von Deutschland aus gut zu erreichen sind. Dazu ist in der Regel auch kein Flug notwendig, sodass der Hund dieser Strapaze nicht ausgesetzt wird.

Wer sich vorab ausreichend informiert, kann gezielt Regionen in Ländern wie Österreich, der Schweiz oder Holland wählen, die ideale Voraussetzungen für Hund und Herrchen bieten. Sogar eigene Hundestrände bieten viele Regionen am Meer inzwischen. Dabei gilt es aber immer, die jeweiligen Reisebestimmungen zu beachten. Wer dies versäumt, muss im schlimmsten Fall an der Grenze wieder umkehren. Mit einer guten Vorbereitung kann der Hundeurlaub jedoch zu einem ganz besonderen Erlebnis werden, welches nicht nur in Fotoalben für wunderbare Erinnerungen sorgt.

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