Vertrautes Spielzeug, die altbewährte Leine und das bekannte Hundefutter sollten eingepackt werden, um Unruhe und Verletzungen beim Hund zu verhindern. Sollte es doch einmal so weit kommen, hilft eine gute gepackte Reiseapotheke. 

Richtig gepackt für den Hund

Während wir Menschen “nur” Kleidung, Körperpflege und ein gutes Buch einpacken, braucht der Hund für die Reise sein ganz eigenes Gepäck. Für uns Menschen ist es leicht, ein vergessenes Utensil wie eine Zahnbürste am Urlaubsort nachzukaufen. Ganz anders verhält es sich mit den gebräuchlichen Gegenständen für den Hund, denn ihr Fehlen kann dem Hund Unwohlsein bereiten oder ein Verletzungsrisiko darstellen.

 

Es sollte die altbewährte, zu Hause getestete Leine verwendet werden; eine neue Leine an einem unbekannten Ort zu verwenden, stellt ein hohes Sicherheitsrisiko für Hund und Mensch dar. In einigen Ländern benötigt man dazu noch einen Maulkorb.

Während einer Fahrt mit dem Auto ist bei großen Hunden ein Sicherheitsgitter für den Kofferraum oder eine Hundebox wichtig. Die Verletzungsgefahr für Tier und Mensch wird so verringert.

 

Ähnlich verhält es sich mit dem Hundekissen oder dem Spielzeug. Der vertraute Geruch wirkt besänftigend während der Reise. Den Hund würde ein neues Kissen oder Spielzeug in einer unbekannten Umgebung im Urlaub nur noch mehr beunruhigen.

 

Auch das bewährte Hundefutter sollte mitgenommen werden. Eine Futterumstellung während des Urlaubs kann schnell zu Magen- und Darmproblemen beim Hund führen. In heißen Ländern sollte der Hund nicht mit rohem Fleisch oder fremder Nahrung gefüttert werden.

 

Den Impfpass auf keinen Fall vergessen. Hierin muss eine Tollwutimpfung verzeichnet sein, die mindestens 1 Monat zurückliegt, aber nicht älter als 1 Jahr ist. Dazu muss man die Einreisebestimmungen für Hunde beachten.

 

Ebenfalls wichtig ist eine Reiseapotheke für den Hund. Mittelchen gegen Unruhe, Krankheiten und Verletzungen sollten ebenfalls schon zu Hause besorgt und eingepackt werden, und zwar aus zwei Gründen: Erstens könnte man ein Medikament schon auf dem Weg zum Urlaubsziel brauchen, und zweitens sollten die Mittel bekannt sein, sodass man ihnen vertrauen kann. Praktisch ist, sich eine solche Reiseapotheke im Internet, z. B. bei Aliva zusammenzustellen und nach Hause liefern zu lassen. Das spart Zeit und macht weniger Stress bei der Urlaubsvorbereitung. Wer nicht zwei verschiedene Reiseapotheken mitschleppen möchte, kann auch auf homöopathische Mittel zurückgreifen, die für Hund und Mensch gleichermaßen geeignet sind. In der Tiermedizin finden homöopathische Medikamente häufige Anwendung, da sie eine sanfte Behandlung der Beschwerden zulassen.

Häufige Krankheiten und Verletzungen im Urlaub

Für eine gut gepackte Reiseapotheke sollte man die gängigsten Urlaubskrankheiten und Verletzungen bei Hunden kennen. Natürlich passt man als Halter sehr auf, aber man kann eine Verletzung oder Erkrankung manchmal doch nicht verhindern. Neben einem Erste-Hilfe-Set mit Verbandszeug sollten Mittel gegen folgende Probleme enthalten sein:

 

Parasitenbefall: Auch im Ausland sind Zecken, Flöhe und Würmer vorhanden. Halter sollten ihre Hunde vorher gegen Borreliose impfen lassen. Eine Zeckenpinzette, ein Anti-Flohmittel und eine Wurmkur sollten mit eingepackt werden.

 

Reisekrankheit: Auch Hunde können unter Übelkeit und Erbrechen leiden. Kurz vor der Abreise ein geeignetes Mittel verabreichen, den Hund aber nicht mehr füttern. 

 

Unruhe: Sind einige Tiere besonders unruhig, kann auch ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben werden. Dies vorher mit dem Tierarzt absprechen.

 

Augenverletzungen: Durch die Zugluft während der Fahrt kann eine Bindehautentzündung entstehen, sie äußert sich durch starkes Tränen. Das Auge auf Fremdkörper oder Verletzungen der Hornhaut überprüfen. Ist nur die Bindehaut gerötet, dann das Auge mit Augenwasser auswaschen. Verletzungen an den Augenlidern, Risse in der Hornhaut oder Fremdkörper sollten unbedingt vom Tierarzt behandelt werden!

Durchfall oder Erbrechen: Dies kann von fremdem Futter oder Ungenießbarem herrühren. Der Hund bekommt in den ersten 24 Stunden kein Futter. Ein Mittel gegen Durchfall oder gegen Erbrechen verabreichen. Danach mit leichter Kost wie magerem, gekochten Hähnchenfleisch, Reis und etwas geriebene Möhren wieder beginnen. Tritt nach 48 Stunden keine Besserung ein, muss ein Tierarzt konsultiert werden.

 

Hitzeschlag: Kommt durch den Aufenthalt im geschlossenen Auto bei praller Sonne zustande. Pausen und Lüftung während der Fahrt helfen zur Vorbeugung. Ist es doch einmal passiert, den Hund aus dem Fahrzeug nehmen, in den Schatten legen und das Fell mit kaltem Wasser befeuchten, um die Körpertemperatur herunterzukühlen.

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