Agility Tipps für Ihren Hund

Grundsätzlich kann jeder seinem Hund die Benimmregeln bei der Anmietung von Ferienunterkünfte mit Hund anerziehen. Ferienwohnungs- oder Ferienhaus Vermieter danken es Ihnen und Ihrem Vierbeiner!

Agility Tipps für Ihren HundDer Hund ist ein Partner, der mit uns durch dick und dünn geht. Er schenkt uns Glück und Freude, er sucht unsere Zuneigung und ist uns treu. Doch diese Partnerschaft sollte eine Basis haben – die richtige Erziehung. Leider muss man immer wieder feststellen, dass mit Erklärungen und mit gewissermaßen erhobenen Zeigefinger versucht wird, dem Hund etwas beizubringen. Obwohl dieser die Sprache der Menschen nicht versteht, lernt er aus dem Klang der Stimme und aus den Bewegungen, die sein menschlicher Partner macht, sehr viel. Aber es können auch Missverständnisse entstehen. Deshalb möchte ich Sie auf einen neuen Weg in der Hundeerziehung aufmerksam machen. Es ist ein Weg zur tierfreundlichen und richtigen Hundeerziehung. Doch wie bei jeder Erziehung braucht es GEDULD, ZEIT und liebevolle Hingebung seitens des Lehrers, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

LOB UND TADEL

Ein guter Lehrer bringt seinen Schüler dazu, von sich aus lernen zu wollen. Das ist auch der Schlüssel zur tierfreundlichen Hundeerziehung. Als erstes muss der Hund die so genannten Hörzeichen „BRAV“ und „NEIN“ und ihre Bedeutung kennen lernen. Verschiedentlich werden statt „BRAV“ und „NEIN“ andere Wörter verwendet. Die beiden Begriffe sind aber die gängigsten. „BRAV“ soll beim Hund ein angenehmes Gefühl auslösen, „NEIN“ ein unangenehmes. Wenn Sie „BRAV“ sagen, drücken Sie die linke Hand an die linke Schulter des Hundes. Diesen sanften, für ihn wohligen Druck verbindet der Hund nun mit dem Wort „BRAV“.

FALSCHES VERHALTEN

Der Hund wird mit „NEIN“ korrigiert. Wenn Sie „NEIN“ sagen, ziehen Sie einmal kurz, aber trotzdem sanft an der Leine. Der Leinenruck ist für den Hund unangenehm. Er prägt sich ein: Das „NEIN“ und das Unangenehme gehören zusammen. Für Hunde, die sich aus dem Leinenruck nichts machen gibt es einen anderen Trick. Erschrecken Sie ihn, während Sie „NEIN“ sagen, mit dem Klang von Schellen z.B. Der Hund erschrickt. Es ist schmerzlos für ihn, aber vom Geräusch her so unangenehm, dass er von nun an das „Hörzeichen „NEIN“ damit verbindet. Und das steht für falsches Verhalten. Da hört er lieber ein „BRAV“, das ihm auf angenehme Weise Freude und Anerkennung gibt.

ABSITZEN - SITZ

Wählen Sie für die Sitzübung einen ruhigen Ort. Wichtig ist, dass der Hund zu Ihrer Linken steht. Sie beugen sich zu ihm hinunter. Mit der rechten Hand greifen Sie die Leine etwas oberhalb des Halsbandes und ziehen es senkrecht hoch. Gleichzeitig tippen Sie mit Daumen und Zeigefinger Ihrer linken Hand dem Hund auf die Kuppe, sein Rückenende. Sie drücken sein Hinter teil sanft nach unten. Aber nur so lange, bis Sie merken, dass der Hund sich nach dieser Anregung von alleine setzen will. Hier dann Leinenzug lockern. Sobald der Hund sitzt, berühren Sie ihn liebevoll und sagen das Hörzeichen „SITZ“. Nach etwa 3 Sek. loben sie den Hund mit „BRAV“. Täglich wiederholen. Mit der Zeit freut sich der Hund so auf das Lob, dass er ohne weiteres absitzt, wenn Sie „SITZ“ sagen.

HERKOMMEN

Der Hund muss lernen, warten zu können und erst auf auf ein Rufzeichen hin zu kommen. Er hat einen Kontakt- und einen Besitztrieb. Auf diesen beiden basieren die folgenden Übungen. Vor der Fütterung sollte der Hund in einiger Entfernung vom Futternapf sitzen und warten. Wenn Sie ihm dann ein Rufzeichen geben, einen Pfiff oder ein „KOMM“, und ihn an seinen Napf lassen, begreift es schnell, dass der Ruf und die Fütterung etwas miteinander zu tun haben. So wird der Ruf „KOMM“ beim Hund stets eine angenehme Emotion hervorrufen, die Erwartung von Futter. Und es wird möglich, dass der Hund auch unabhängig von einer Mahlzeit auf diesen Ruf kommt. Dabei ist es keineswegs nötig, dass er dafür stets Futter bekommt. Ein liebevolles streicheln und ein „BRAV“ geben Ihrem Hund das Gefühl der Freude. Der Spaziergang kann beginnen. Auch unterwegs können Sie das freudige Herkommen ab und zu üben.

ÖFFENTLICHKEIT

So geht es brav an der Leine, wie es ihm der Hundehalter beigebracht hat, nicht nur in seinem Interesse, sondern auch im Interesse der gesamten Öffentlichkeit. Eins muss man wissen: Macht der Hund Fehler, kann er selbst nichts dafür. Für sein Benehmen ist allein der Halter verantwortlich. Erzieht er seinen Hund richtig und lässt er ihn präzise gehorchen, kann sich niemand von dem Hund belästigt fühlen. Im Gegenteil: Er gewinnt neue Freunde und den Nachbarn. Sie sehen, dass er dort hinmacht, wo es sich gehört. beobachten die Harmonie zwischen Mensch und Tier, registrieren, dass der Hund auch älteren Menschen durch das Gassigehen zu kräftiger Gesundheit und immer neuen Kontakten verhilft. Und vielleicht fragen auch Sie sich, warum man ausgerechnet Hundehaltern (und nur sie) für ihr Glück mit einer Hundesteuer bestraft.

FAUSTREGEL

Klappt in der Erziehung beim ersten Mal nicht alles, dürfen Sie nichtdie Nerven verlieren. Versuchen Sie es noch einmal, mit entschlossener Stimme, mit klaren Hörzeichen – also nicht mit Schreien oder wildem Fuchteln. Als scharfer Beobachter hat der Hund übrigens all Ihre Bewegungen ständig im Blick. Er beherrscht die Körpersprache wie kaum ein anderes Tier. Und denken Sie daran, dass er sich bei jedem Erfolg über Lob und Zuneigung freut. Aber Sie müssen ihm auch sehr bestimmt klarmachen, wer Herr in Hause ist. Der Hund will es sogar. Instinktiv möchte er an Ihrem aufsehen.

BEGEGNUNGEN

In Parks oder ruhigen Straßen sollten Hunde auch die Möglichkeit haben, sich ohne Leine zu begegnen. Sie brauchen das Kennen lernen: Nase an Nase, ein bisschen schnüffeln, auch mal gemeinsam das Bein heben oder, um Eindruck zu schinden, ein wenig knurren. Mit Welpen ist es noch leichter, auch wenn Rüde auf Rüde oder Hündin auf Hündin trifft. Sie genießen den Schutz, den Mutter Natur allen Welpen zukommen lässt. Deshalb bloß nicht auf den Arm nehmen, wenn ein anderer Hund kommt. Von seiner hohen Warte aus entwickelt er vielleicht falsche Überlegenheitsgefühle. Oder er wird zum Angsthasen. Lassen die Hunde auch zusammen spielen. Es ist sehr wichtig für ihr gesundes Seelenleben und ein gutes Sozialverhalten. Und gerade beim Spielen braucht ein Hund einen Hund um sich herum – und nicht immer nur Menschen.

BETTELN

Bettelt Ihr Hund am Tisch, gibt es nur ein klares „NEIN„. Sie dürfen ihm, wenn Sie beim Essen sind, nie, wirklich nie etwas davon geben. Sagen Sie das bitte auch Ihren Gästen, denn Tischreste machen ihn nur krank. Am besten ist es, Sie verbieten ihm während Ihrer Mahlzeit das Esszimmer. Schicken Sie ihn solange mit dem Wort „PLATZ“ auf sein Lager. Er hat schließ anderes Tier. Und denken Sie daran, dass er sicherlich auch seine festen Fresszeiten. Ideal ist es, wenn diese vor Ihren Mahlzeiten liegen, denn ein voller Bauch stibitzt nicht gerne. Und bringen Sie ihn nicht in Versuchung: Lassen Sie nichts Verführerisches herumliegen.

BELLEN

Beim Hund gehört zur freien Meinungsäußerung das Bellen. In Maßen natürlich! Steht ein Fremder vor der Tür, muss der Hund sogar bellen. Er ist ja auch Wachhund, die sicherste Alarmanlage dazu. Lautstark darf er auch sein Revier verteidigen oder vor Freude bellen (das erkennt man daran, dass er gleich zeitig mit dem Schwanz wedelt). Bellt er Ihrer Ansicht nach aber zu oft, reicht meistens ein „NEIN“. Unmittelbar danach geben Sie ihm eine Aufgabe, die er gerne ausführt, z.B. sein Spielzeug bringen und suchen. Untereinander bellen sich Hunde von Natur aus nicht an. Ausnahme: zu sehr „vermenschlichte„. Hunde führen ihre Unterhaltung durch die Körpersprache: mit der Mimik, sträubendem Fell, mit Rute und Ohren, die sie in Position bringen.

NAMEN

Geben Sie Ihrem Hund, gleich wenn er ins Haus kommt, einen Namen. Und bleiben Sie alle in der Familie bei diesem einen Namen. Bei wechselnden Kosenamen weiß der arme Hund sonst nicht, wer denn nun eigentlich gemeint ist. Die meisten Hunde haben natürlich schon Namen. Ältere sollte man auch nicht umbenennen. Welpen stellen sich noch um. Die Namen des Zwingers, in dem sie gezüchtet wurden, sind ohnehin oft sehr umständlich. Lassen Sie sich einen einfallen, der in den empfindlichen hren des Hundes wohltuend klingt: a und o wie in „Arco“, „Bella“ oder „Bosco“ hören sie gern, weil Vokabel nicht hart klingen. Mit Ausnahme des „NEIN“, das soviel wie Korrektur bedeutet, darf der Name des Hundes vor dem Hörzeichen gesagt werden.

GASSIGEHEN

Dem Welpen können Sie in seiner Entwicklungsphase sehr gut einprägen, wo er sein Geschäft machen darf. Wenn Sie einen jungen Hund im Alter von 8 bis 12 Wochen haben, sollten Sie in regelmäßig an diese bestimmte Stelle führen: nach jeder Mahlzeit, immer nach dem Aufwachen und auch sonst etwa alle zwei Stunden. Die Stelle – das kann ein Wiesenrand sein, eine Böschung, ein Gebüsch oder der Rinnstein. Lassen Sie Ihren Hund dort Herumschnüffeln und dann sein Geschäft machen. Er wird dann auch später immer wieder diese Stelle aufsuchen. Hat er sich doch mal in der Wohnung verewigt, korrigieren Sie ihn mit einem „NEIN“. Ein rücksichtsvoller Hunde zu sehr „vermenschlichte“ Hunde führen ihre Halter trägt stets einen Hunde-Hygiene-Set bei sich und nimmt damit die Hinterlassenschaft auf.

AUTO

Große Hunde liegen am besten hinten, die anderen sind vorne auf dem Beifahrersitz gut aufgehoben. Da schüttelt es kaum und zieht es nicht. Auf dem Schoß des Fahrers hat der Hund natürlich nichts zu suchen, auch nicht am offenen Fenster, wo er sich leicht eine Bindehautentzündung holen kann. Der große Hund sitzt oder liegt am besten auf seiner Decke, die man so in das Polster der Rückbank steckt, das sie nicht rutscht. Es gibt auch spezielle Schutzgitter und -netze. Sie verhindern, dass er nach vorn springt und den Fahrer stört. Die meisten Hunde fahren gerne im Auto mit, wenn man es ihnen nicht verleidet: durch ruckartiges Anfahren, hartes Bremsen, zu schnelles In-die-Kurve-Gehen. Vergessen Sie beim Parken nicht, ein Fenster einen Spalt breit offen zu lassen. Der Hund braucht frische Luft. Leinen Sie ihn nicht an, er könnte erdrosselt werden. Auf langen Reisen braucht der Hund viermal am Tag die Möglichkeit, sein Geschäft zu verrichten. Und ein paar Schritte tun ihm genauso gut wie dem Fahrer. Mehr Tipps zu Autoreisen mit Hund